Mainzer ES-Studie ohne Abschlussbericht (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Samstag, 05.07.2008, 21:49 (vor 5326 Tagen) @ H. Lamarr

[Admin: Posting zur thematischen Zusammenführung hierher verschoben am 1.11.2015]

Die sogenannte Mainzer-Studie galt der Untersuchung elektrosensibler Personen im Hinblick auf Begleitfaktoren bzw. -erkrankungen, wie Allergien und erhöhte Belastung mit bzw. Empfindlichkeit gegenüber Schwermetallen und Chemikalien.

Diese Studie des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms war von Anfang an heiß umstritten, weil der Verein für Elektrosensible e.V., München, und Dr. Dahmen, Versuchsleiter in Mainz, über die Durchführung der Studie in Streit gerieten. Später wurde dann der Fragebogen, der im Zuge der Untersuchung auszufüllen war, wegen einiger außerordentlich indiskreter Fragen, heftig kritisiert. Anschließend wurde es ruhig um diese Studie, die zwar von ES boykottiert wurde, die dem Verein von Frau Stöcker angehören, nicht aber von anders organisierten ES z.B. in NRW.

Diese mit Spannung erwartete Studie ist zwar vor nahezu einem Jahr abgeschlossen worden, ein Abschlussbericht aber fehlt noch immer. Lediglich ein Zwischenbericht, angefertigt kurz nach Studienbeginn, ist verfügbar. Da muss die Frage erlaubt sein: Wo bleibt der Abschlussbericht? Vor wenigen Wochen wurde diese Frage schon einmal gestellt, damals nach dem verschollenen QEBEC-Abschlussbericht (der inzwischen verfügbar ist). Das BfS muss den Abschlussbericht längst gesichtet und ausgewertet haben, anderenfalls wäre die abschließende Wertung des DMF schlecht möglich gewesen - nur, zum Download angeboten wird er nicht.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Mainzer-Studie, EHS-Test, Provokationstest, EHS-Studie


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