Besser 1 echter ES als 99 unechte (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 06.12.2007, 18:55 (vor 5534 Tagen) @ Fee

Außerdem würde es mich schon sehr interessieren, auf welche Quelle Sie sich stützen, wenn Sie sagen, Teilnehmer dieser Erfassung seien für Strahlenfühltests missbraucht worden.

Bin zwar nicht Wuff, habe aber Angaben zu diesem Mainzer EMF Wachhund:

Danke Fee für diese Beisteuerung von Angaben zum EMF-Wachhund. Die Frage ging aber in Richtung, warum wuff schreibt, bei dieser Studie seien ES zu Strahlenfühltests missbraucht worden. In Ihre Angaben finde ich dazu keinerlei Anhaltspunkte.

Der grössere späte "Ruhm" der Kaul-Studie kommt von den unverantwortlichen, auf Voreingenommenheit schliessenden öffentlich am TV gemachten Aussagen von Dr. Kaul zur psychischen Fehlbelastung und ihrer Aussage von der Aufmerksamkeit.

Achso, ich dachte bisher, es habe an dem 10-Minuten-Expositionsraster gelegen.

Ueberigens wurde schon zur Zeit des EMF Wachhundes ständig versucht, die ES zu psychiatrisieren, wie man z.B. unschwer in Foren erkennen kann. Zu den Therapieansätzen, auf Verhaltenstherapie pfeifen wir, was wir wollen, ist keine Verstrahlung mehr, dann geht es uns nämlich gut.

Sie wissen ja: Einen unbekannter Anteil x von allen ES sind aus meiner Sicht psychosomatisch krank oder auch nur Hysteriker. Um es mit W.K.s Worten zu sagen: zur Gruppe der "ES" gesellt sich eine Antiselektion von Hysterikern, Esoterikern, Wichtigtuern und Hypochondern, mit der Folge, dass Personen, die objektivierbare Symptome schildern können, numerisch (im Probandenpool) untergehen. Das Problem ist dabei nicht unbedingt, dass die Spreu den Weizen verdeckt, sondern dass die "echten" ES tatenlos zuschauen, wie sie in einer (meiner Meinung nach größeren Anzahl) von Hysterikern, Esoterikern, Wichtigtuern und Hypochondern untergehen. Horchen Sie mal in sich hinein Fee: Vielleicht tun Sie das, weil Sie sich gefährlicherweise sagen: lieber ein paar Unechte mit ins Boot nehmen, damit wir möglichst viele sind, denn nur mit vielen lässt sich etwas erreichen. Aus meiner Sicht wäre dies ein kapitaler Trugschluss mit verheerenden Folgen: Mit nur 1 (oder sagen wir 10) echten ES ließe sich zielorientiert aufbauend forschen, mit 99 unechten ES dazwischen nicht. Deshalb: lieber Qualität statt Quantität.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Trugschluss, Wachhund


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