Interphone-Studie - deutsches Teilresultat (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 30.01.2006, 23:07 (vor 5474 Tagen)

Wieder ein zwiespältiges Ja-Aber-Resultat. Aber machen Sie sich am besten selbst ein Bild davon, was der deutsche Teil der internationalen Interphone-Studie für Ergebnisse hervorgebracht hat. Das PDF mit der kompletten Studie ist bei der erstgenannten Quelle gegen 36 Dollar Gebühr zu bekommen.

Abstract in American Journal of Epidemiology (englisch)
Pressemeldung Uni Mainz (deutsch)
Pressemeldung des IZMF (deutsch)
Die Net-Tribune präsentiert etwas durcheinander englisches statt deutsches Teilresultat (deutsch)
Hintergrundinfo Uni Bielefeld (deutsch)
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg zum Thema Elektrosmog (deutsch)
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg zum Thema Mobilfunk und Handys (deutsch)
Microwave News: Is There a Ten-Year Latency for Cell Phone Tumor Development? (englisch)

Weitere Medienberichte zur deutschen Interphone-Studie

Zitat aus der IZMF-Pressemeldung: "Ein möglicherweise leicht erhöhtes Risiko für Gliome lässt sich aufgrund der geringen Fallzahlen erst im Kontext mit der internationalen Auswertung bewerten. In den bisher veröffentlichten Teilstudien des Interphone-Projektes der WHO hatte sich kein derartiger Hinweis gezeigt."

Stimmt nicht, sagen wir: Eben gerade einen solchen Hinweis gab im Oktober 2004 bereits die (erste) schwedische Interphone-Teilstudie! Auch die schwedischen Wissenschaftler fanden - genauso wie die deutschen - eine Verdopplung des Gliom-Risikos bei Dauertelefonierern mit mehr als 10 Jahren Handynutzung. Genauer: den Skandinaviern droht ein Hörnervtumor (Akustikusneurinom), ein zu den Gliomen zählender Gehirntumor (Quelle: http://www.izgmf.de/Aktionen/Meldungen/Archiv_04/Interphone_Schweden/interphone_schweden.html ). Auch bei wackliger und widersprüchlicher Datenbasis wegen der (noch) geringer Fallzahlen ist es aus Sicht des izgmf unverständlich, den auffälligen Zusammenhang zwischen der deutschen und schwedischen Studie kurzerhand zu leugnen. Das berechtigte Misstrauen der Mobilfunkkritiker bekommt so wieder einmal reichlich Nahrung.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Interphone, Schweden, Gliom


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